Wasserstoff unter Druck
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Marius Plingen von Bosch Rexroth über die spannende Industrialisierung des Wasserstoffs. Wir tauchen ein in echte Use Cases, Herausforderungen und die technologischen Innovationen, die Wasserstoff zur Schlüsseltechnologie der Energiewende machen. Gemeinsam diskutieren wir, wie sich der Markt für Wasserstoff-Mobilität entwickelt, welche Rolle Effizienz, Skalierbarkeit und Partnerschaften spielen und was Bosch Rexroth aus den ersten Projekten gelernt hat. Ich lasse mir erklären, wie unsere Produkte konkret in der Wasserstoffinfrastruktur eingesetzt werden – von Gabelstaplern bis zu LKW-Tankstellen. Begleitet uns auf eine Reise durch Technik, Strategie und die Zukunft einer nachhaltigen Industrie.
Wenn Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich gerne an: vertrieb@boschrexroth.de
Produziert von Bosch Rexroth AG, Vertrieb Europa Mitte Susanne Noll](https://www.linkedin.com/in/susanne-noll-518b9162/))
Bosch Rexroth
https://www.boschrexroth.com/de/de/
Bosch
Toyota
https://www.toyota.de/innovation/wasserstoff
BMW
https://www.bmwgroup.com/de/innovation/wasserstoff.html
FirstElement Fuel
https://www.cafcp.org/member/firstelement-fuel
Wasserstoff (H2)
Transkript anzeigen
00:00:04: Hallo liebe Zuhörer und Zuhörer, willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcastes Industrie Neugedacht.
00:00:09: Mein Name ist Robert Wieber und mir gegenüber in Loa sitzt der Marius Plingen.
00:00:13: Hallo Marius, willkommen im Podcast.
00:00:15: Hi Robert.
00:00:16: Marius, wir wollen heute über das Riesenthema Wasserstoff sprechen.
00:00:20: Doch bevor wir das tun, stelle dich doch bitte den Zuhörerinnen und Zuhörern vor.
00:00:24: Wer bist du, was machst du und wie bist du zum Wasserstoff gekommen?
00:00:28: Hallo zusammen, mein Name ist Marius Plingen.
00:00:31: Ich bin jetzt bei Bosch Rexroth seit fast vier Jahren und leite den Branchenvertrieb für Wasserstoff.
00:00:38: Zum Wasserstoff bin ich gekommen, seit ich eigentlich fast begonnen habe bei Bosch, wollte ich in das Thema Wasserstoff.
00:00:43: Der Bosch ist ja schon seit Jahren investiert in die Wasserstoffindustrie und als junger Ingenieur war das für mich von vornherein ein wichtiger Faktor in meiner Berufswelt.
00:00:53: Was hat sich da so fasziniert?
00:00:54: Ja, ich meine das Thema Energiewende, Green Transition als Stichwort genannt, ist einfach, glaube ich, etwas, was ein Jungingenieur immer antreiben sollte, heutzutage.
00:01:04: Und ja, für mich war das einfach der große Faktor, was Neues, was Innovatives voranzutreiben.
00:01:09: Bosch bekennt sich ja auch zum Wasserstoff als Technologie.
00:01:12: War das auch für dich wichtig, zu einem Unternehmen zu kommen, wo du sagst, jawohl, die gehen auch diesen Weg mit, den Wasserstoffweg.
00:01:18: Absolut, also und auch mit, ich sag mal, mit Nachdruck, also Investments und auch langfristiges Investment.
00:01:25: Wir haben ja schon ein paar Folgen aufgenommen über Wasserstoff.
00:01:27: Da haben wir viel über den Markt gesprochen.
00:01:28: Wir haben über die verschiedenen Zugänge zu Wasserstoff gesprochen.
00:01:32: Heute wollen wir ein bisschen eine andere... Perspektive einnehmen, den wir wollen über die Industrialisierung des Wasserstoff sozusagen sprechen.
00:01:39: Also Use Cases uns ein bisschen von dir erklären lassen.
00:01:43: Du hast zwei, drei mitgebracht.
00:01:44: Lass uns doch mal in den ersten reingehen.
00:01:45: Was hast du uns mitgebracht?
00:01:47: Genau.
00:01:47: Also grundsätzlich im Vorherring-Podcast hattet er schon mal über das Thema Wasserstoffstrategie, Wasserstoffmarkt.
00:01:53: Wie funktioniert der Markt auch in verschiedenen Regionen gesprochen?
00:01:56: Und ich fände es jetzt spannend und das habe ich, wie gesagt, auch schon mitgebracht.
00:01:59: Mal ein bisschen zu erklären, wo unterscheidet es sich denn in der Realität auch mit unseren Produkten nachher vielleicht auch.
00:02:06: Und grundsätzlich, wenn wir über den Wasserstoffmarkt hier im Kontext Bosch-Rex-Rot sprechen, schauen wir uns spezifisch den Wasserstoff-Mobilitätsmarkt an und hier spezifisch die Infrastruktur zur Betankung.
00:02:18: Und da geht es immer darum, über welche Druckniveaus sprechen wir bei Wasserstoff, also sprich, Betankung ins Fahrzeug zu bestimmten Druckniveaus.
00:02:26: Und wenn wir jetzt mal, ich sage mal, kleine anfangen.
00:02:29: Das heißt, so zwischen sieben und neun war, deswegen kleiner ist bei uns relativ.
00:02:34: Wir sind ja schon im Hochdruckbereich offiziell.
00:02:36: Haben wir zum Beispiel die servohydraulischen Achsen für die Gabelstapler-Betankung beim Kunden.
00:02:43: Das heißt, letztlich wir treiben den Kompressor an, der die Gabelstabler betankt.
00:02:47: Gabelstabler ist ja der erste Markt eigentlich gewesen, oder?
00:02:50: Wo Wasserstoff sich so richtig breit gemacht hat, oder?
00:02:53: Genau,
00:02:53: so, ja, genau.
00:02:54: Also, wo wir auf jeden Fall auch tätig wurden, auch mit unseren Produkten, unseren hydraulischen Produkten in dem Fall.
00:03:00: Was kommt danach?
00:03:01: Danach, grundsätzlich, jetzt sprechen wir über den Massenstrom, den wir realisieren können, zusätzlich zum hohen Druck.
00:03:07: Wenn wir den erhöhen, da gibt es dann die Möglichkeit, eben PKWs zu betanken.
00:03:11: Das war ja auch hier in Europa in den letzten Jahren immer wieder ersichtlich.
00:03:16: Er hat sich in letzter Zeit nicht so gut entwickelt.
00:03:18: Das heißt, das war jetzt sozusagen der Zwischensprit.
00:03:21: Und jetzt sind wir bei Commercial Vehicles, sagen wir dazu, also on-highway Fahrzeuge für LKWs.
00:03:31: Maschinen, wenn wir auf Highway sprechen, die eben deutlich größere Mengen von Wasserstoff an der Zapfsäule abnehmen würden.
00:03:38: Aber auch bei hohen Drücken, also auch bis siebenhundert bar im Fahrzeug.
00:03:42: Was heißt denn Zapfsäule?
00:03:43: Sprechen wir darüber Tankstellen oder sind das Kundenindividuelle?
00:03:47: Wenn wir auf Highway sprechen, fahren die ja nicht an die Tankstelle, sondern da muss ich das ja bei mir in der Firma haben.
00:03:52: Beim Stapler brauche ich das auch im Lager.
00:03:55: Ich brauche im Prinzip fertige Tanks.
00:03:57: Systeme, die sozusagen an meine Fertigung angepflanzt werden.
00:04:00: Oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:04:02: Genau, also du hast das schon richtig angerissen.
00:04:04: Also man kann das grundsätzlich, ich sag mal, spielen je nach Use Case in dem Fall und dann auch je nach Kunde, der eine Wasserstoffflotte, sag ich mal, oder Fahrzeugflotte in der Operativen nutzt.
00:04:16: Und da gibt es eben die im privaten aufgebauten Tankstellen, also auf Firmengeländen für eine Flotte von einer Firma zum Beispiel oder von einem Industriepark vielleicht auch.
00:04:24: wo die Tankstelle von einem privaten Investor aufgebaut wird.
00:04:28: Die ist dann auch meistens nicht zugänglich für die Öffentlichkeit.
00:04:31: Und dann gibt es aber eben auch noch genau die andere Möglichkeit, das sehen wir auch je nach Region immer in unterschiedlichen Ausprägungen, dass das auch öffentliche Tankstellen eben sind, so wie man es kennt, wo man eben ja auch als Privatmann oder Frau sein Fahrzeug tanken kann.
00:04:46: Ist dieses Pekawit-Thema, ist das durch?
00:04:49: Ist es auserzählt und konzentriert man sich mehr auf Trucks und Commercial Vehicles, Offroad Vehicles?
00:04:55: Ja, ich habe jetzt schon gerade einen Nein angesagt.
00:04:57: Das muss man differenziert betrachten.
00:04:59: Ich glaube, in der Vergangenheit hat man festgestellt, dass der Hochlauf, so wie man es sich vielleicht mal gewünscht hatte im Pkw-Bereich, dass der so nicht realisiert wird im Moment.
00:05:08: Es gibt aber immer noch OEMs, die das auch aus einem strategischen Aspekt heraus betrachten, also den Pkw nicht komplett auf rein batterieelektrisches Fahren entwickeln.
00:05:18: sondern eben auch nach wie vor, also große Namen.
00:05:21: Toyota
00:05:21: BMW.
00:05:22: Ich
00:05:23: darf sagen, weil ich...
00:05:24: Genau, die sind natürlich nach wie vor auch zumindest mal mit einem Teil ihres Portfolios daran interessiert, auch Fahrzeuge zu entwickeln, die wasserstofffähig sind.
00:05:34: Das heißt, es ist noch nicht vorbei, so würde ich, das würde ich nicht mitgehen, aber natürlich der der Fokus auch bei uns in unseren Produkten liegt mehr und mehr natürlich auf den Commercial Vehicles, also auf den Trucks oder LKWs.
00:05:47: Wir haben ja schon mit deinen Kollegen eine Folge ausgenommen über Markt in Japan, in USA, Europa, was da überall passiert.
00:05:53: Superdynamisch.
00:05:54: Jede Woche passiert was Neues.
00:05:56: Technologie, Wandel.
00:05:58: Ist der immer noch so dynamisch der Markt?
00:06:00: Kommt da irgendwann mal Ruhe rein oder was passiert da?
00:06:03: Genau.
00:06:03: Also grundsätzlich sind die Marktentwicklungen immer noch sehr regional spezifisch.
00:06:08: Und auch jetzt, weil du fragst, wie entwickelt sich der Markt und in welche Richtung?
00:06:13: Da gehen wir letztlich mit dem Mindset dran.
00:06:15: Wir sind Technologie-Leveranten und wollen uns da auch Technologieoffen entwickeln.
00:06:20: Und auch mit diesem Mindset entwickeln wir unser Portfolio in die verschiedenen und marktspezifischen Anforderungen hinein.
00:06:27: Jetzt lassen wir eure Produkte sprechen.
00:06:29: Was könnt ihr denn aus eurer Rexrot-Welt mitbringen in die Wasserstoffwelt?
00:06:34: Genau, also wir bei Bosch Rexrot, gerade auch bei der Industriehydraulik, bringen unseren Know-how für Hydraulik mit als Marktführer der Hydraulik weltweit.
00:06:42: Das heißt, hydraulische Antriebe in Form von Aggregarten, also von Servomotoren plus eine Hydraulikpumpe, dazu eine Steuerung und das Ganze mit einem Aktuator auch versehen und Ventiltechnik zur Steuerung.
00:06:56: Zylinder plus Ventile.
00:06:57: Das gesamte Portfolio bringen wir mit ein und haben wir auch spezifisch für diese Wasserstoffkompositionsantriebsanwendung entwickelt und angepasst.
00:07:06: Du kannst es ja nicht eins zu eins übertragen.
00:07:08: Welche Adaption musstet ihr machen?
00:07:10: in diesem Prozess?
00:07:12: Also bei Wasserstoff grundsätzlich und gerade bei der Infrastruktur, wenn du Wasserstoff von einem Punkt zu einem anderen Punkt bringst und da sprechen wir dann eben über Kompression, ist das Thema Effizienz, Energieeffizienz eines der wichtigsten Schlüsselfaktoren, die realisiert werden müssen.
00:07:29: Und da haben wir eben unsere Produkte auf nochmal ein neues Level gebracht, was das Thema Effizienz angeht, auch bei hydraulischen Antrieben einfach.
00:07:38: Und dazu kommt noch das Thema Leistungstichte.
00:07:40: Also wir sprechen ja bei einer Tankstelle auch über einen begrenzten Raum und manchmal ja auch in öffentlichen Bereichen.
00:07:47: Das heißt, da kommt auch das Thema Geräusch-Emission auch dazu.
00:07:51: Das heißt, wir haben diese Faktoren genommen und haben unsere Produkte entsprechend entwickelt, dass sie möglichst kompakt mit einer hohen Leistungstichte sehen und ganz wichtig im Wasserstoff Robustheit.
00:08:02: Also das heißt, dass sie von der Lebensdauer her die Anforderungen einer Wasserstoffkompression bei diesen hohen Drücken auch standhalten können.
00:08:10: Diese Effizienzgewinne, die du gerade angesprochen hast.
00:08:13: Da profitieren ja auch wieder die Kollegen in anderen Branchen, oder?
00:08:16: Ganz richtig.
00:08:17: Das ist eigentlich sehr interessant.
00:08:18: Wir haben ja Produkte eben aus unserem bestehenden Portfolio vor allem genommen und können die bei uns jetzt schon einsetzen und haben die kombiniert, sodass sie möglichst effizient funktionieren.
00:08:27: Gleichzeitig können wir aber eben auch dieses Know-how, das wir hier aufbauen, natürlich auch in anderen Bereichen wie Pressenindustrie zum Beispiel nutzen.
00:08:35: Was habt ihr in diesen ersten Wasserstoffprojekten gelernt?
00:08:38: Weil es ist ja ein ganz neuer Markt gewesen, eine ganz neue Technologie, die ihr da bedient habt.
00:08:44: Was habt ihr gelernt?
00:08:47: Ja, also grundsätzlich... nochmal auch das Thema Effizienz, dass man da auch noch viel lernen kann, auch gemeinsam mit dem Kunden zusammen.
00:08:55: Wir haben ja auch Entwicklungspartnerschaften entsprechend gegründet und die leben wir auch nach wie vor.
00:09:00: Also wir lernen da auch mit den Kunden zusammen und grundsätzlich haben wir gelernt, wie wir am besten auch unser bestehendes Know-how auf die Zielapplikation beim Kunden für die Wasserstoffkomposition anwenden können.
00:09:12: Jetzt haben wir in den letzten Folgen gelernt, es gibt Gasfluss und Glas- und Flüssigwasserstoff.
00:09:17: Das heißt, eure Technologie funktioniert für beide.
00:09:20: oder brauche ich dann wieder was anderes, wenn ich Gas habe oder flüssig habe?
00:09:24: Genau.
00:09:25: Also, das kommt jetzt darauf an.
00:09:27: Wir unterscheiden dann nicht und sagen, wir konzentrieren uns nur auf das eine oder nur auf die andere Infrastruktur, sondern unsere Produkte sind grundsätzlich oder finden den Einsatz in beiden Infrastrukturen.
00:09:37: Allerdings zu einem unterschiedlichen Integrationslevel.
00:09:40: Das ist
00:09:40: interessant technisch.
00:09:41: Also, zum Beispiel, wovon ich jetzt ja eben gesprochen habe, wo wir auch hergekommen sind in der Entwicklung, ist ja, sage ich mal, hydraulische Antriebe für Gaskompressoren.
00:09:50: Also, der Link ist recht schnell da.
00:09:53: auch das Portfolio entsprechend schon weit entwickelt mit eigenen Produkten.
00:09:57: Und wir sind dann beim Thema Flüssigwasserstoff Infrastruktur mit unserem Entwicklungspartner in den USA, Festelement Fuel, einen Schritt weitergegangen und haben jetzt eine Kryopumpe, die letztlich eine Art Kompressor ist für Wasserstoff, aber in dem Fall mit Inputgröße Flüssigwasserstoff.
00:10:13: Warum ist das so, ich würde sagen schwieriger, aber was ist anders am Flüssig als am Gas?
00:10:19: Also Flüssigwasserstoff kommt mit, ich sag mal, physikalischen großen Herausforderungen.
00:10:23: Also tief kalt, kreist ja Krüo letztlich, also minus zweihundert, dreiundfünfzig Grad.
00:10:30: Und dementsprechend, das heißt, Temperatur ist ein großer Faktor.
00:10:33: Wo wird dann euer Krüopumpe eingebaut, eingesetzt als Komponente?
00:10:38: Sie ist letztlich das Herzstück einer Tankstelle, die mit Flüssigwasserstoff betrieben wird.
00:10:44: Also das heißt, in jeder Tankstelle... wo du einen Truck befüllen möchtest und du letztlich große Volumen auch vertanken möchtest, sodass du mit flüssigem Wasserstoff die Infrastruktur sicherstellst und die Belieferung.
00:10:57: Und die Krügerpunkte waren eine komplette Neuentwicklung.
00:11:00: Die habt ihr vom Scratch auf neu gesetzt oder habt ihr sie angepasst zu den neuen Bedürfnissen?
00:11:06: Sie war letztlich zusammen mit unserem Entwicklungspartner für uns etwas ganz Neues, aber natürlich gibt es da auch auf dem Markt schon bestehende Technologien und wir haben letztlich unsere Hydraulik erst mal als Zulieferer, wie es auch wie wir es auch im Gas-Kompassorenmarkt an unseren Entwicklungspartner gemacht und haben dann gemeinschaftlich eben entschieden, dass wir das das Gesamtprodukt-Kürpumpe optimieren wollen.
00:11:28: und entsprechend, ja, entwickeln wir jetzt gemeinsam für uns selber im Portfolio definitiv auch ein neues Produkt, da wir jetzt da auch den Wasserstoff aktiv berühren mit unseren Komponenten.
00:11:39: Okay, jetzt haben wir diese Kombi-Pumpe, die du erzählt hast.
00:11:42: Die gehen an die Tankstellen oder an die Tankstellen ausrüster.
00:11:46: Genau, richtig.
00:11:47: Also unsere Krüurpumpenstation für flüssig oder und gasförmige Betankungen.
00:11:52: Die ist klassischerweise, wäre in Kunde jemand, der eine Tankstelle baut und die Technik dabei integriert.
00:11:58: Also wir sprechen von einem Integrator.
00:12:00: der dann das entsprechende Equipment für die Tankstelle kauft.
00:12:03: Das wäre ein direkter Kunde von
00:12:05: uns.
00:12:05: Und es gibt auch noch den Gas-Firming-Bereich.
00:12:07: Richtig.
00:12:08: Wer ist dauerkunde?
00:12:09: Also im Gas-Firming-Bereich, was ich eben erzählt habe zu unseren hydraulischen Antrieben, wäre unser Kunde der Kompressor-Hersteller.
00:12:17: Okay.
00:12:18: Genau.
00:12:18: Kannst du mal erklären, was das deiner Sicht der USP dieser Pumpe ist im Markt?
00:12:23: Ja, also grundsätzlich Effizienz?
00:12:26: Also da gibt es Themen oder ich nenne sie jetzt mal als Fachbegriffe, da gibt es Boil-Off.
00:12:30: Kannst du mal erklären, was dieses Boil-Off bedeutet?
00:12:33: Ja, also Beulof heißt letztlich, dass der Flüssigwasserstoff in den gasförmigen Zustand überwechselt vom Aggregatzzustand aufgrund von Energieeintrag aus der Umgebung oder aus dem Prozess heraus, also über Reibung, über Temperatur von außen und dadurch verlierst du letztlich flüssig Wasserstoff als deine Inputgröße und damit Effizienz, weil den gasförmigen Wasserstoff kannst du in dem Moment dann nicht weiter verwenden.
00:12:58: Okay.
00:12:59: Da musst du dir, das kann eure Pumpe besonders gut.
00:13:01: Genau, also das können wir sehr gut.
00:13:03: Da haben wir uns auch Entwicklungsziele definiert, die near zero boil off heißen und damit auch auf jeden Fall marktführende Technologie sein werden.
00:13:12: Okay,
00:13:12: gibt es noch einen zweiten USP, wo du sagst, da sind wir besser?
00:13:15: Ja, mit der Größe und der Skalierungsmöglichkeit von Bosch und Bosch Rexrot als Industriekonzern, als Technologiekonzern.
00:13:23: haben wir die Chance, auch den Faktor Kosten für den Endnutzer nachher in der operativen deutlich zu senken.
00:13:30: Also da haben wir auch eigene Berechnungen.
00:13:32: Also
00:13:32: Industrialisierung, Skalierbarkeit.
00:13:34: Genau,
00:13:34: also grundsätzlich kommt die Pumpe eben in einer kompakten Station, eine Art Plug-and-Play-Lösung oder Turnkey sagen wir eigentlich besser, Turnkey-Solution und damit fallen viele, ich sag mal, Kosten.
00:13:48: Punkte für einen Integrator einer Tankstelle oder auch für einen Betreiber einer Tankstelle weg.
00:13:54: Also wir können zum Beispiel direkt in die Fahrzeuge betanken.
00:13:58: Ohne Zwischenspeicher.
00:14:00: Jetzt haben wir ja das Boiling-Thema gelöst.
00:14:03: Dann haben wir das zweite Thema Industrialisierung und Skalierbarkeit sozusagen.
00:14:06: Dann haben wir, sagen wir, zweieinhalb Turnkey-Solution.
00:14:09: Ich kann sofort anfangen zu betanken.
00:14:11: Hast du vielleicht noch einen Weg zum dritten USP?
00:14:15: Also ich würde sagen Servicebarkeit und Robustheit ganz klar.
00:14:20: Also das heißt diese Kröhepumpenstation.
00:14:23: wie wir sie anbieten und entwickeln, aber auch der Antrieb davon, im Spezifischen mit der Steuerungstechnik dahinter, das ist unser Kernohau.
00:14:30: Das heißt, das basiert auch auf Komponenten, die wir auch in anderen Bereichen einsetzen und damit können wir auch gewährleisten für den Kunden am Ende, dass wenn es Servicefall gibt, dass wir da entsprechend auch schnell vor Ort helfen können über unser weltweit verfügbares Service-Netzwerk der Industriehydraulik.
00:14:49: Jetzt haben wir drei USPs, aber du hast eines vergessen.
00:14:52: Im Vorgespräch hast du uns gesagt, du kannst auch jedes Tankprotokoll unterstützen mit eurer Lösung.
00:14:57: Richtig, genau.
00:14:58: Also dadurch, dass wir mit der Hydraulik auf der Servo-Hydraulik aufbauen und damit auch Drehzahlvariabler Antriebe haben, können wir eigentlich in den meisten Fällen oder eigentlich in allen Fällen, wie du gerade gesagt hast, Tankprotokolle oder Betriebsmodi abbilden über unsere Steuerungstechnik in der Pumpe.
00:15:16: Ich würde sagen, Management eben die die Pumpe beschrieben, euren Approach beschrieben.
00:15:20: Lass uns mal ein bisschen tiefer reingehen.
00:15:22: Was sind Bestandteil dieser Pumpe?
00:15:25: Welche Rolle übernehmen diese?
00:15:28: Was habt ihr verbaut?
00:15:28: Was habt ihr neu entwickelt?
00:15:29: Was habt ihr für bestehende Komponenten genommen?
00:15:31: Wie spielen die zusammen?
00:15:33: Ja, also gerne.
00:15:35: Also wir haben innerhalb der Pumpe, haben wir zwei Bereiche grundsätzlich.
00:15:39: Ich spreche jetzt über die Pumpstation, da muss man ein bisschen differenzieren.
00:15:43: Und wir haben zwei verschiedene Stages, so nennen wir die.
00:15:45: Also wir haben einmal eine Stage One.
00:15:47: und eine Stage II, in der Stage I-Pumpe, die auch hydraulisch angetrieben wird.
00:15:52: Das muss man sich so vorstellen, das ist eine Kolbenpumpe, die quasi alternierend verferrt und so flüssig Wasserstoff unter Druck setzt, in dem Fall bis zu sechzehnbar.
00:16:03: Und da haben wir also schon hydraulische Antriebszylinder, die das Ganze antreiben und die werden von unseren servohydraulischen Pumpmodulen angetrieben.
00:16:13: Die sind dann in einem anderen Raum, der nicht explosionsgeschützt zertifiziert ist an dem Fall.
00:16:20: Genau, deswegen unterscheiden wir immer zwischen den zwei Räumen.
00:16:23: Dann haben wir neben dieser Stage I, die also flüssig Wasserstoff auf sogenannten Subcool Liquid Hydrogen bis bis zu sechzehn Bar komprimieren kann, noch unsere Stage II, die letztlich aus den flüssigen Wasserstoff ins Input hat, aus der Stage I. und diesen dann bis auf achthundertfünfundsiebzig bar maximal komprimieren kann, sodass man das Ganze, wenn man danach noch ein Wärmetauscher hat.
00:16:49: für eine gasförmige Betankung des Fahrzeugs nutzen.
00:16:51: Ah,
00:16:51: du kannst beides sozusagen.
00:16:53: Wir
00:16:53: haben eine Kombi-Station, genau.
00:16:55: Okay.
00:16:56: Dafür also Stage One, flüssig zu flüssig, wenn man es mal pauschalisieren möchte, und Stage Two, flüssig zu gasförmig, sodass wir gasförmig betanken können.
00:17:05: Und was ist in der Stage Two-Verbaut, dass er das schafft, diese hohe Barzahl zu schaffen?
00:17:09: Genau, also da ist ein deutlich größeres Leistungsband verbaut, sag ich mal, in dem Fall dann auch mit servohydraulischen Pumpmodulen, die deutlich größer sind.
00:17:18: Und ja, dafür zwei Stück pro Pumpe tatsächlich.
00:17:23: Und kriege ich es immer im Paket Stage One, Stage Two?
00:17:28: Grundsätzlich genau.
00:17:29: Wenn man gasförmig, also wenn man eine Art Kombitankstelle aufbauen möchte, dann gibt es das als Paket, denn die Stage Two wird von der Stage One quasi eingespeist.
00:17:40: Dann ist es immer ein Paket, was wir aber auch durchaus anbieten, ist eine reine Stage One-Lösung.
00:17:45: Also es gibt ja durchaus OEMs, die nur, die auch flüssig Wasserstoff nur auf ihren Fahrzeugen transportieren, also nutzen wollen.
00:17:53: Und dann können wir auch dieses Stage One rauslösen als einzelne Station.
00:17:58: Okay, lass uns doch mal... So ein bisschen durch die Komponenten gehen, durch die Bosch-Rex-Rot-Welt.
00:18:02: Was ist da verbaut?
00:18:04: Was kommt aus der Bosch-Rex-Rot-Welt?
00:18:06: Wo habt ihr euch vielleicht auch in anderen Bosch-Rex-Rot Business Units bedient und gesagt, da brauche ich was von euch, da brauche ich eine Steuerung für euch.
00:18:13: Keine Ahnung.
00:18:13: Erklär ein bisschen.
00:18:14: Genau.
00:18:14: Also grundsätzlich haben wir uns, also wenn wir mal beim Hydraulik-Portfolio nochmal kurz anfangen, fange ich bei der kleinsten Variante, aber auch sehr kompakt, die alles kann.
00:18:23: Das ist unsere servohydraulische Achse.
00:18:26: die wir in verschiedensten Formen auch angepasst an die Kundenanforderungen anbieten.
00:18:31: Und die hat letztlich alles kombiniert zu einem Produkt.
00:18:33: Das heißt, wir haben ein kleines Aggregat auf einen Aktuator montiert und können so das sehr kompakt direkt an der App montieren.
00:18:41: Das heißt, Zylinder.
00:18:43: E-Motor, in dem Fall Servomotor, dann haben wir dazu aber eben auch Steuerblöcke, die wir auch selber produzieren.
00:18:49: Und Designen, Ventiltechnik, die selber aus unserem Haus kommt, da ist also alles schon verbaut für dieses kompakte Antriebssystem.
00:18:57: Dann gibt es aufgesplittet, sagen wir dazu, ein Hydraulikaggregat grundsätzlich, dass wir auch in verschiedenen Formen an die Kundanforderungen angepasst designen können.
00:19:07: Aber grundsätzlich haben wir hier die Citro-Core für die Wasserstoff-Kompassorenantriebe entwickelt, die letztlich eine servohydraulische Pumpeneinheit kombiniert dann mit einem Zylinder zu einem kompletten Antrieb kombinieren lässt und das Ganze verbaut in einem, ich sag mal, geräuschgeschützten und sehr kompakten Gehäuse, das man von unserer Citro-Box aus unserem Standardportfolio letztlich auch schon kennt, vielleicht als Kunde.
00:19:30: Und genau dazu eben auch Umrichter, also die ganze Leistungselektronik, die wir auch aus einem anderen Bereich unseres Unternehmens nutzen dafür.
00:19:40: Grundsätzlich von der Art her ist es für die Kryopumpenstation sehr ähnlich.
00:19:45: Wir haben letztlich selber hydraulische Pumpen plus die Leistungselektronik plus Steuerungssysteme, die wir eben auch aus unseren anderen Unternehmensbereichen auch beziehen können und entwickeln.
00:19:56: Wenn du so ein bisschen mal auf den, jetzt haben wir ganz viel Produkt gemacht und haben uns die Produkte angeschaut, wenn du jetzt nochmal einen Schritt zurückgehst, wohin entwickelt sich dieser Wasserstoffmarkt.
00:20:07: Du hast gesagt, Autos, da wird BMW und Toyota bleiben dran.
00:20:11: Wir haben Heavy Trucks, wir haben Off-Highway Solutions, wir haben Gas flüssig.
00:20:17: Da ist so viel im Fluss, da bewegt sich so viel.
00:20:21: Wie?
00:20:22: wie verfolgt ihr dieses thema?
00:20:23: wie bleibt ihr da sozusagen das?
00:20:25: ihr wisst wie gehen es diesen weg mit?
00:20:28: oder wie gehen diesen weg mit oder diesen weg oder diesen weg?
00:20:31: es gibt ja unendlich viele wege und wenn so eine neue technologie sich ausbreitet wie schafft ihr das da euch wie so ein kompas dadurch zum navigieren?
00:20:39: Also
00:20:40: für uns hier bei Bosch-Rex-Rot ist es da immer wichtig, im Austausch mit dem Markt zu sein, also sprich mit den Kunden.
00:20:46: Das heißt, für uns ist da ganz wichtig, eben nah am Markt auch zu agieren und da auch mit einer, ich sag mal, Offenheit für Kooperation.
00:20:54: Also das heißt, wir haben unsere bekannten Entwicklungspartnerschaften, aber auch mit unseren anderen Kunden und das ist ja auch meine Verantwortung zum Teil eben dort.
00:21:03: offen mit den Kunden über die nächstmögliche Verbesserung unserer Produkte und auch das Produkt des Kunden entsprechend immer offen zu sprechen, um zu schauen, ja, wie kriegen wir den Markt noch stärker befähigst an der Stelle?
00:21:16: Das ist ein ganz anderer Approach, als den wir sonst kennen sozusagen, oder mit einer neuen Technologie mehr Partnerschaften einzugehen.
00:21:22: kooperativ sozusagen dem markt zu.
00:21:24: genau also es ist halt also wie wir es sonst kennen.
00:21:28: ja ich würde jetzt eher sagen es ist einfach ein weg den wir im moment glaube ich für den wasserstoff als extrem sinnvoll erachten weil wie du eben genau sagst es ist sehr unterschiedlich auch regional sehr unterschiedlich und teilweise eben auch von faktoren abhängig wie politik oder auch investoren grundsätzlich die wir zum teil eben nicht als technologie lieferant nicht direkt beeinflussen können.
00:21:49: aber was wir beeinflussen können ist das vertrauen auch in dem Markt und gemeinsam mit dem Markt entsprechende technologische Lösungen zu finden.
00:21:56: und das wollen wir eben gemeinsam machen mit unseren Kunden zusammen im engen Austausch oder auch eben sogar mit Entwicklungspartnerschaften.
00:22:04: Was liegt auf deinem Schreibtisch in den nächsten Monaten?
00:22:07: Auf jeden Fall im Austausch noch stärker auch nach außen mit unseren Vertriebsgesellschaften zu arbeiten, um da entsprechend auch regional aktiv und auch spezifisch unser Produktportfolio zu entwickeln.
00:22:20: Marius, vielen herzlichen Dank.
00:22:21: Wir drücken dir dafür die Daumen.
00:22:23: Alles Gute.
00:22:23: Viel Spaß mit dem Wasserstoff und wir hoffen, dass sich die Technologie durchsetzt für euch.
00:22:27: Vielen Dank.
Neuer Kommentar