Juliet & Romeo: Die Zukunft der Roboter-Programmierung

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Amina Gojak von Cognibotics über Juliet und Romeo – eine völlig neue Programmiersprache und Laufzeitumgebung, die die Lücke zwischen Mensch und Roboter schließt. Wir tauchen ein in die Herausforderungen und Chancen, die moderne Robotik und Softwareentwicklung mit sich bringen, und diskutieren, warum bestehende Programmiersprachen oft an ihre Grenzen stoßen.

Gemeinsam beleuchten wir, wie Juliet & Romeo den Alltag von Maschinenbauern, Integratoren und Entwicklern verändern könnten. Amina verrät, wie die Sprache entstanden ist, warum sie besonders leicht zu lernen ist und wie sie bereits in China erfolgreich eingesetzt wird. Außerdem sprechen wir über die Bedeutung von Plattformen wie ctrlX und den Weg der Innovation von der Universität bis in die Industrie. Reinhören lohnt sich für alle, die Robotik neu denken wollen!

Cognibotics

https://www.cognibotics.com/

Bosch Rexroth ctrlX AUTOMATION

https://www.boschrexroth.com/de/de/produkte/produktgruppen/ctrlx-automation/

Estun Automation

https://en.estun.com/

Lund Universität

https://www.lunduniversity.lu.se/

Programmiersprache Julia

https://julialang.org/

Transkript anzeigen

00:00:04: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhöre, willkommen zu einer neuen Folge unseres Industrie neu gedacht Podcast von Bosch Rex Road.

00:00:10: Mein Name ist Robert Weber und mir zugeschaltet ist Amina Gojak aus Schweden.

00:00:15: Amina, Willkommen im Podcast!

00:00:18: Vielen Dank.

00:00:19: Du sitzt in Lund in Schweden, sprichst aber einwandfrei Deutsch.

00:00:24: Wie kam es dazu?

00:00:25: Amina stelle ich ganz kurz den Zuhörerinnen und Zuhörern vor.

00:00:29: Ja, also ich bin bei Cognibotics Entwicklerin und Ausbilderin für unsere neue Programmiersprache Juliet und unsere neue Laufzeit Romeo.

00:00:38: Und ich habe Deutsch als ein Kind gelernt durch Fernsehen!

00:00:43: Durch Fernsehen?

00:00:44: Okay was hast du gerne geschaut?

00:00:45: Also erstens nur Kinderkanäle aber dann später auch ja so generell was auch immer im Fernseher lief.

00:00:52: Perfekt.

00:00:53: Wir wollen heute, du hast es schon angedeutet, über Juliet und Romeo sprechen.

00:00:57: Doch bevor wir das tun, stelle Du Dich doch mal ganz kurz vor. Was für eine Rolle hast Du bei Cognibotics?

00:01:04: Ausbilderin/Entwicklerin?

00:01:06: Und wer ist eigentlich Cognibotics?

00:01:08: Genau ich bin Ausbilderin und Entwicklerin, aber genau für Juliet & Romeo

00:01:15: und Cognibotics, also unser Unternehmen, arbeitet mit Lösungen, die kurz gesagt, die diese mantische Lücke verringern zwischen den Intentionen eines Menschen und dem, was ein Roboter am Ende auch ausführt.

00:01:31: Und mit Juliet und Romeo erreichen wir das dadurch, dass wir eine neue Programmiersprache für Roboter entwickelt haben.

00:01:40: Was ist dein Hintergrund?

00:01:41: Was hast du studiert?

00:01:43: Was sind deine Entwicklungsumgebung und deine Sprachen, die Du gelernt hast?

00:01:47: Die Sprachen, die ich gelernt habe waren CC++, Python aber auch Julia.

00:01:55: Und mein Hintergrund ist das ich bin Ingenieurin und zwar habe ich medizinische Technik studiert, aber hatte dann einen sehr großen Interesse an Robotik.

00:02:06: Es gibt ja durchaus Überschneidung zwischen Medizintechnik und Robotik,

00:02:09: ne?

00:02:10: Ja stimmt!

00:02:11: Wo hast du studiert?

00:02:14: In Lund.

00:02:16: Lass uns mal kurz ein bisschen Klarheit bringen.

00:02:19: Was ist Cognibotics?

00:02:20: Eine Robotikfirma oder ist es eine Softwarefirma, oder beides?

00:02:26: Es sind Beides.

00:02:28: Wir entwickeln Software für Robotik aber haben auch einen HKM-1800-Roboter, also einen physischen Roboter, den wir auch selber bauen.

00:02:39: Das heißt, dass wir sind beides

00:02:42: und ihr seid sehr... research-getrieben, oder?

00:02:45: Ihr seid ein Spinoff... ...ein Robotics-Spinoff aus der Universität.

00:02:48: Oder habe ich das falsch in Erinnerung?

00:02:50: Genau!

00:02:50: Das stimmt.

00:02:51: also Cognibotics wurde 2013 gegründet und einer der Gründer ist Klas Nilsson, der schon seit Jahrzehnten mit Robotik erarbeitet und als Professor auch tätig war.

00:03:05: Was ist das Besondere am Cognibotics-Roboter?

00:03:08: Was macht diesen HKM-1800 so besonders?

00:03:14: Der HKM-1800 ist ein Pick-and-Place-Roboter, der für Infralogistik sehr gut geeignet ist, und er nutzt eine Hybrid-Kinematik bei der Achtzig Prozent vom Gewicht in die Basis stecken.

00:03:29: Und dadurch ist die bewegliche Masse...

00:03:31: Dann schwingt der es so oder was?

00:03:33: Ja

00:03:33: genau!

00:03:34: Und diese Geschwindigkeiten können etwa zweitausend Picks pro Stunde erreichen.

00:03:40: Wow!

00:03:41: Wir haben eine Reichweite von 1,8 Metern.

00:03:45: Okay du kannst ihn also ziemlich weit in die Pick-and-Place Aufgabe reinfahren und du könntest im Prinzip unterschiedliche Kartons auch vor ihm positionieren und er könnte alle erreichen.

00:03:54: oder das ist der USP?

00:03:56: Ja

00:03:56: stimmt.

00:03:56: Jetzt seid ihr Robotik-Unternehmen, Software-Unternehmen.

00:04:00: Was verbindet euch jetzt eigentlich mit der ctrlX beziehungsweise mit Bosch Rexroth, Amina?

00:04:07: Also wir haben bei ctrlX zwei Apps, eine davon Cape und die andere natürlich Juliet und Romeo.

00:04:14: Cape steht für Cognibotics Algorithm for Performance Enhancement und ist eigentlich eine Vibrations-Dämpfungslösung

00:04:24: Für jeden Roboter?

00:04:25: Oder nur für eure Roboter ?

00:04:26: Für jeden Roboter,

00:04:28: also das ist eine Onlinekompensation, die Roboter präziser macht, weil manche Roboter sind zum Beispiel nicht dafür geeignet, sehr kleine aber schnelle Bewegungen zu machen, und vibrieren deswegen in den Bahnen.

00:04:43: Und mit dieser App kann man dann den Roboter, der man verbessern möchte, Excitationstests durchführen lassen und dann schickt man diese Dateien für eine Parameter-Indentifikation in der Cloud. Und das fertige Modell kann man als Filter benutzen, damit der Roboter nicht mehr vibriert.

00:05:04: Okay okay...und in was ist die geschrieben

00:05:07: die App?

00:05:09: In C!

00:05:09: Nicht in

00:05:09: Juliet?!

00:05:11: Noch nicht!

00:05:11: Noch nicht.

00:05:12: Ok, sehr schön. Jetzt lass uns doch mal den Switch kriegen. Jetzt hast du da graviert,

00:05:17: wir haben einen tollen Roboter,

00:05:19: Intralogistik, da ist ein großer Markt.

00:05:21: Intralogistik Pick-and-Place-Anwendungen, wir haben eine große Reichweite, wir haben dann ganz neue Kinematik.

00:05:28: Was hat das jetzt mit Programmiersprachen zu tun?

00:05:31: Also den HKM-Roboter,

00:05:33: weil wir ihn selbst entwickeln brauchen wir für ihn auch eine Programmiersprache.

00:05:38: also deswegen, um ihn einfach halt zu sagen, was er tun soll.

00:05:42: Du

00:05:42: kannst ja die Bekannten nehmen, oder?

00:05:44: Du hast dir studiert.

00:05:45: Warum eine neue?

00:05:47: Gute Frage!

00:05:48: Also heute sieht es im Markt so aus, dass jeder Hersteller seine eigene Programmiersprache für seinen eigenen Roboter auch hat.

00:05:57: Und bei den großen Herstellern wurden die Sprachen vor mehreren Jahrzehnten entwickelt und das heißt, dass die Funktionalität ein bisschen ausgeschöpft ist.

00:06:08: Und moderne Software-Werkzeuge mit ihnen zu benutzen ist nicht so gewöhnlich und funktioniert auch meistens nicht, also zum Beispiel automatisches Testen von Code.

00:06:19: Und gleichzeitig haben wir Leute die versuchen es modernere Sprachen, die aber General-Purpose-Sprachen sind... Python?

00:06:29: Ja genau Python, C++ zu benutzen.

00:06:32: Aber sie scheitern fast immer dabei, weil diese Sprachen wurden nicht dafür entwickelt, um physische Bewegungen zu programmieren.

00:06:41: Und deswegen können Sie Sicherheit, Vorhersehkeit oder Echtzeitsfähigkeit nicht garantieren und Ihnen fehlen auch wichtige Interaktionsmöglichkeiten, die bei traditionellen Programmiersprachen für Roboter vorhanden sind.

00:06:58: Was bedeutet das?

00:06:58: Kannst du es erklären?

00:06:59: Zum Beispiel die Möglichkeit, Inlineänderungen an Code zu machen, ohne das Programm wieder neu starten zu müssen oder zum Beispiel die Möglichkeiten, Bewegungen rückwärts ablaufen zu lassen

00:07:13: und so weiter

00:07:14: Jetzt habt ihr 2013 das Unternehmen gegründet und dann habt ihr gesagt, okay wir haben eine tolle Idee für ein Roboter, der kommt aus den Research.

00:07:20: Ich kenne das ja auch,

00:07:21: wenn Professor eine toller Idee haben, dann ist es sehr highly sophisticated und engineered,

00:07:27: und dann sagt man, eine neue Programmiersprache wollen wir jetzt auch noch mal kurz auf den Markt bringen.

00:07:31: Wie schafft man das als Start-up, beide Wege zu gehen?

00:07:35: Oder muss man irgendwann sagen, ich muss mich für einen Weg entscheiden?

00:07:39: Also diese neue Sprache hätten wir nicht damit angefangen, ohne die Hilfe von Estun Automation, die wir über andere Projekte bei Cognibotics 2017 kennengelernt haben. Und Estun Automation ist inzwischen der größte Hersteller und Anbieter Industrieroboters in China.

00:08:01: Und das auch seit 2024.

00:08:03: In Deutschland?

00:08:04: Ja, ja in Europa zätig.

00:08:06: Ich glaube, Sie haben sogar Ihren Europasitz nach Deutschland verlegt oder in die Schweiz, ich bin mir nicht ganz sicher!

00:08:11: Aber ja, Estun hat euch also auf die Idee gebracht, ok lass uns - arbeitet an einer Programmiersprache.

00:08:17: Jetzt erklär uns doch mal, was macht Juliet anders als die anderen?

00:08:24: Also das, was Juliet anders macht als die anderen, ist, dass man kombiniert eigentlich IT und OT.

00:08:31: Okay, wie geht es in einer Sprache?

00:08:34: Man nimmt die Vorteile traditioneller Programmiersprachen in der Roboterindustrie und man nimmt auch gleichzeitig so modernisierte Features, die man bei Sprachen wie C++ oder Python finden kann.

00:08:49: Und wie matcht man sowas?

00:08:50: Wie passt man das zusammen?

00:08:52: Das ist eigentlich ziemlich schwierig und das hat sehr lange gedauert, bis wir eine Spezifikation dafür geschrieben haben.

00:09:00: Aber ja, eigentlich fängt es alles so an.

00:09:02: Man schreibt einfach runter, dass hier brauchen wir, das hier ist nötig und das hier müssen wir leider auf verzichten, und dann kann man anfangen mit der Arbeit.

00:09:14: Und welche Rolle spielt jetzt der Romeo in diesem Spiel?

00:09:17: Also es gibt die Juliet und den Romeo.

00:09:20: Genau, also Juliet ist die Sprache und Romeo ist die Laufzeit.

00:09:26: Und was tut... wie interagieren die?

00:09:28: Wie arbeiten sie zusammen?

00:09:30: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:09:32: Also, Juliet hat einen Compiler.

00:09:34: Juliet ist einfach nur eine textuelle Sprache.

00:09:37: Die Sprache kompiliert man, was einen Bytecode generiert.

00:09:42: Und Romeo ist dann der Laufzeit, die diesen generierten Bytecode als Eingaben nimmt, und Romeo ist dann dafür verantwortlich, das Programm auch auszuführen.

00:09:56: Und wo führt ihn den aus?

00:09:57: Ist es auf der Steuerung?

00:09:59: Magst du so ein bisschen uns die Infrastruktur rund um den Roboter erklären?

00:10:03: Ja!

00:10:04: Es wird auf dem Zielsystem ausgeführt und man kann Juliet - muss man nicht - direkt auf einem Zielsystem programmieren, sondern das Wichtige ist einfach, dass dieser Bytecode vorhanden ist.

00:10:17: Und wie lerne ich diese Programmiersprache?

00:10:19: Kann ich mir das selber beibringen, gibt es dafür Kurse.

00:10:23: Wie geht ihr daran ums in den Markt zu bringen?

00:10:26: Ja wir haben tatsächlich bei Coursera einen Kurs für Juliet.

00:10:31: Der heißt 'The Juliet Language for Emotion Programming' und er besteht aus zwei Modulen.

00:10:37: Das erste lehrt die Sprache und das zweite Modul zeigt, wie man Juliet nutzen kann, um physische Bewegungen zu programmieren.

00:10:48: Und wie einfach oder wie adaptiert die Branche das?

00:10:52: Ist es ein Open-Source-Framework, das sich jeder nutzen kann?

00:10:55: Oder wie bringe ich so eine neue Sprache in den Markt?

00:10:59: Es ist im Moment nicht open source und wir bringen die Sprache in den Markt damit, dass wir... also wenn man nur die Sprachen lernen möchte und sie benutzen möchte, aber lokal auf seinem PC, dann kann man das auch umsonst machen.

00:11:16: Aber wenn man Juliet-Code tatsächlich ausführen möchte auf Zielsysteme, dann muss man Lizenzen dafür kaufen.

00:11:25: Okay!

00:11:27: Die Estun-Kollegen, nutzen die schon die Programmiersprach.

00:11:30: oder wer adaptiert das?

00:11:32: Estun adaptiert die Sprache, aber im Moment nur in China.

00:11:36: Also alle neue Roboter, die in China verkauft werden, die benutzen auch Juliet.

00:11:42: Warum tun sich die Europäer schwer?

00:11:44: Was glaubst du?

00:11:46: Weil es im Moment nicht so viele Plattformen gibt, wo Juliet und Romeo verfügbar sind.

00:11:54: Also Robotikplattform meinst Du?

00:11:56: Ja.

00:11:56: Okay, das heißt, ihr seid schon ein Stück weit abhängig sozusagen von der Robotikplattform, dass die euch mitnehmen.

00:12:03: Die Sprache sozusagen.

00:12:04: Ja

00:12:05: Okay, ich würde noch mal auf den Romeo zurückgehen.

00:12:09: Der Romeo, das ist ja die Laufzeit. Das heißt ja, wenn ich Robotik hab,e muss er auch echtzeitfähig sein, oder?

00:12:15: Ja, das stimmt.

00:12:16: Okay und der Romeo kontrolliert auch den Bytecode und der Compiler entdeckt Fehler.

00:12:22: Oder kannst du das ein bisschen in die Details reingehen?

00:12:25: Ja, der Compiler von Juliet ist darauf ausgelegt, so viele menschliche Fehler wie möglich bereits während der Compilezeit zu entdecken.

00:12:34: Und das ist möglich, weil Juliet eine streng typisierte Sprache ist

00:12:40: und dann beim Laden des Bytecodes stellt Romeo auch sicher, dass die geladenen Elemente korrekt sind.

00:12:48: Wenn etwas nicht stimmt, dann wird das Programm von Romeo nie gestartet.

00:12:54: Romeo, ich meine, jetzt haben wir da draußen nicht nur, also jetzt angenommen,

00:12:58: ich bin Estun-Kunde und ich habe hier einen Roboter.

00:13:01: Jetzt hab' ich eine tolle Entwicklungsabteilung und die sagt: "Hey, ich mach was in Python."

00:13:05: Kann ich das auch nutzen?

00:13:07: Oder ist es wirklich wieder so ne Chinese Wall, dass man sagt, damit wollen wir nichts zu tun haben,

00:13:11: bitte bleibt in unserer Sprache in unser Welt? Oder sind die Sprachen anschlussfähig an andere?

00:13:16: Die Sprache ist definitiv mit anderen Sprachen anschlußfähig und sowas möchte man auch sehr oft machen, aber man muss dafür zusehen, dass die echtzeitfähigen Sachen in Juliet auch laufen.

00:13:31: Man kann ja Python auch benutzen natürlich, zum Beispiel für so Vision-Systeme.

00:13:37: Genau viele AI-Applikationen sind ja einfach Python und die ziehe ich mir bei GitHub und die will ich einfach schnell deployen.

00:13:44: Ja!

00:13:45: Das geht aber auch?

00:13:46: Ja, also nicht mit Juliet und Romeo deren Laufzeit zu deployen, aber mit Juliet zu kommunizieren und zum Beispiel Resultate zu kriegen.

00:13:54: Dann sie im Roboterprogramm zu benutzen.

00:13:58: Wie wichtig ist für euch, dass... Wir sprechen jetzt in Bosch Rexrot-Podcast,... dass es sowas gibt wie die ctrlX, dass du im Prinzip Freiheit auch auf der PLC hast!

00:14:09: Das ist ja das Entscheidende von euch, dass ihr im Prinzip mit beiden auf das System kommt.

00:14:14: oder täusche ich

00:14:14: mich?!

00:14:15: Das ist korrekt.

00:14:17: Und die ctrlX-Plattform ist sehr wichtig für uns, weil wir auch bei ctrlX als eine App verfügbar sind,

00:14:24: also Juliet und Romeo. Ich finde das die crtlX-Platform, die bietet ja eine Hardware-Freiheit an und die entsprechende Freiheit oder Flexibilität kriegt man dann mit Juliet und Romeo auf der Softwareseite.

00:14:40: Und jetzt hast du angesprochen, Estun nutzt es schon sehr aktiv.

00:14:43: Wie schaut's denn im europäischen US-Markt aus, gibt es da Interesse bei den Robotikherstellen oder bei den Integratoren?

00:14:51: Oder lass uns mal weiter denken...

00:14:54: Vielleicht auch einfach bei den Maschinenbauern.

00:14:56: Wo seht ihr da eure Anwender in Zukunft?

00:14:59: Die Anwender der Zukunft sind definitiv Maschinbauer und Integratore, weil man zum Beispiel sagt, man baut eine Zelle und braucht mehrere Roboter, die vielleicht alle unterschiedliche Hersteller haben, man hat ein Kamerasystem, vielleicht sogar einen Fließband.

00:15:19: Das alles kann man mit einer einzelnen Sprache, beziehungsweise Juliet, auch programmieren.

00:15:25: Und die anderen?

00:15:26: Die Subsysteme hängen sich dann sozusagen unter Juliet, oder?

00:15:29: Ja!

00:15:30: Oder sind sogar direkt in Juliet auch implementiert.

00:15:34: Das heißt, ihr verfolgt schon eine Plattformstrategie mit der Sprache, oder? Das wie ihr sagt,

00:15:39: ihr müsst jetzt eigentlich gar nicht alle eure Sprachen umstellen, aber wir setzen uns einfach oben drüber?

00:15:43: Ja, oben drüber oder ja, so eng wie man es bevorzugt, kommt auf die Plattform an.

00:15:50: Und wo spürt ihr die größere Nachfrage?

00:15:53: Ich vermute, bei den Robotikhersteller eher nicht sondern, eher bei dem Maschinenbauern, dass sie sagen: "Okay, wir haben jetzt einen gemeinsamen Layer, wo wir darauf arbeiten können."

00:16:03: Wie schwierig ist es zu lernen?

00:16:06: Mal Hand auf's Herz, Amina.

00:16:07: Du hast C und C++, Python gesprochen.

00:16:10: Wie schwierig ist es, Juliet zu lernen?

00:16:12: Mit was ist es vergleichbar?

00:16:14: Also Juliet ist ziemlich einfach eigentlich, weil wir haben Julia, die Sprache Julia, als ein Vorbild für den Synthax für Juliet benutzt.

00:16:24: Also meistens, wenn ich Leute frage, ob die wissen, was Julia ist, dann sagen sie meistens nein, aber Julia ist mehr oder weniger so wie Python.

00:16:34: Also es sieht sehr ähnlich aus, ist eine High-Level-Sprache und deswegen würde ich sagen, dass Juliet auch einfach ist zu lernen.

00:16:43: Aber es kommt aber auch darauf an, wie komplexe Strukturen man schreiben möchte,

00:16:47: also kann es auch ein bisschen schwieriger mit Juliet sein.

00:16:51: Aber der erste Eindruck ist ziemlich einfach.

00:16:55: Du bist jetzt in Lund, da gibt es eine technische Universität in Lund.

00:16:58: Geht ihr auch an die Hochschulen mit dem Thema?

00:17:00: Weil ich habe das Gefühl gerade zum Thema wie Ross z.B. wurde ja aus der Forschungs-Community getrieben.

00:17:05: Muss es nicht eigentlich von da auch kommen, dass die Communities, dass die Absolventen sagen: "Naja, was macht ihr denn hier für ein altes Zeug?

00:17:13: Nutzt doch mal hier Juliet und Romeo?"

00:17:15: Ja, das stimmt.

00:17:16: Also dieser Coursera-Kurs der ist eine Zusammenarbeit mit der Universität Lund und wir haben auch diesen Kurs, aber physisch, in China gehabt, also in Nanjing.

00:17:31: Das war ein Initiative von Estun auch, also bei Southeast University und wir haben Kontakt mit Universitäten, die tatsächlich Interesse an Juliet und Rove haben.

00:17:42: Wie viele Leute schätzt du,

00:17:44: arbeiten schon mit Juliet und Romeo in der Robotik jetzt?

00:17:47: Hast du gesagt, China macht schon ganz viel.

00:17:49: Kriegt ihr da ein Gefühl dafür, wie weit verbreitet es ist?

00:17:52: Wieviel User... Ich meine hier verkaufte Lizenzen, hast du gesagt.

00:17:56: Gibt's da eine Zahl?

00:17:56: Wieviele Leute damit schon arbeiten?

00:17:59: Im Moment sind wir in Europa nur bei ctrlX verfügbar.

00:18:03: Und ja, ich kenne die Zahlen nicht, aber Die Sprache ist auch ziemlich neu.

00:18:08: Also Juliet und Romeo bei ctrlX ist ja nur seit November da.

00:18:15: Und genau, die Chinesischen weißt du nicht.

00:18:18: Lass uns doch mal in die Zukunft ein bisschen schauen.

00:18:20: Was liegt gerade auf deinem Tisch?

00:18:21: Was sind eure Aufgaben?

00:18:22: Du bist ja auch Ausbilderin hast du gesagt.

00:18:25: Was sind deine Tasks, die du in den nächsten drei, vier, fünf, sechs Wochen angehen musst?

00:18:31: Ja, ich würde sagen, eine Kombination aus weiteren Integrationsarbeiten mit anderen Plattformen. Und im Moment entwickeln wir auch ein weiteres Modul für diesen Onlinekurs, das im Herbst publiziert werden soll.

00:18:45: Mit welchem Thema?

00:18:46: Ein Thema KI,

00:18:48: KI-Juliet!

00:18:49: Oh, das wird spannend, die Integration okay... Dann sind wir gespannt.

00:18:53: Und meine letzte Frage ist noch: Wer hatte die Idee zu diesem Namen?

00:18:57: Wie seid ihr auf diesen Namen gekommen?

00:18:59: Ich glaube, dass also Juliet

00:19:01: kommt ja von der Julia.

00:19:03: Ja,

00:19:03: genau und dann hat irgendjemand, ich glaub es war eine Mitarbeiterin, die arbeitet nicht mehr bei Cognibotics. Sie hat dann Romeo vorgeschlagen für die Laufzeit.

00:19:13: Okay, sehr schön

00:19:14: und dann passte es wie die Faust auf's Auge, Juliet und Romeo von Cognibotics. Amina,

00:19:19: vielen herzlichen Dank.

00:19:21: Es war mir eine Freude.

00:19:22: Wir drücken euch die Daumen mit Juliet und Romeo. Wer es ausprobieren will,

00:19:26: auf der ctr.X läuft es schon.

00:19:28: Alles Gute und schöne Grüße nach Schweden - Dankeschön!

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