Low Carbon Aluminiumprofile

Shownotes

Als Bosch Rexroth gehen wir Schritt für Schritt voran, um unsere Produkte und Prozesse ressourcenschonender zu gestalten. Seit über 40 Jahren entwickeln wir Aluminiumprofile, die höchste Ansprüche an Qualität und Flexibilität erfüllen. Unsere Low Carbon Aluminiumprofile bestehen aus Rohmaterial (Bolzen) mit einem deutlich reduzierten Product Carbon Footprint (PCF von ≤ 5 kg CO₂eq/kg Al)1. Mit der Einführung von CO₂-reduzierten Aluminiumprofilen als den neuen Standard unseres Profilbaukastens schlagen wir ein neues Kapitel auf, das technologische Exzellenz mit konsequentem Engagement für Nachhaltigkeit verbindet.

Unsere Low Carbon Aluminiumprofile behalten die bewährte Stärke unseres Systems: Unsere Aluminiumprofile sind Bestandteil des weltweit vielseitigsten Systembaukasten für unzählige Anwendungen. Sie ermöglichen passgenaue und effiziente Lösungen für Maschinengestelle, Schutzzäune, ergonomische Arbeitsplätze oder schlanke Materialbereitstellung. Planen und realisieren Sie Ihre Projekte und reduzieren Sie gleichzeitig den CO₂-Fußabdruck Ihrer Lösungen. Unsere Low Carbon Aluminiumprofile behalten die bewährte Stärke unseres Systems: Eine der weltweit größten Auswahlen an Aluminiumprofilen. Sie ermöglichen passgenaue und effiziente Lösungen für Maschinengestelle, Schutzzäune, ergonomische Arbeitsplätze oder schlanke Materialbereitstellung. Planen und realisieren Sie Ihre Projekte und reduzieren Sie gleichzeitig den CO₂-Fußabdruck Ihrer Lösungen.

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Transkript anzeigen

00:00:07: Hallo liebe Zuhörer und Zuhöfer, willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcastes 'Industrie neu gedacht'.

00:00:12: Mein Name ist Robert Weber und mir gegenüber sitzt der Marco Willi.

00:00:16: Willkommen im Podcast!

00:00:17: Ja, hallo! Erstes Mal, willkommen.

00:00:19: ja

00:00:19: exakt

00:00:20: sehr schön.

00:00:20: wir wollen heute über Low Carbon Aluminiumprofile sprechen bei Bosch Rexroth.

00:00:25: Lass uns mal ganz kurz, bevor wir starten, ein bisschen was zu dir wissen.

00:00:29: wer bist du?

00:00:29: Was machst Du?

00:00:30: Wie bist du zu Bosch Rexroth gekommen?

00:00:32: Ja, hallo noch mal.

00:00:32: Mein Name ist Marco Willi.

00:00:33: Ich bin Gruppenleiter in der Entwicklung im Bereich der Automatisierungstechnik bei Bosch Rexroth.

00:00:38: Bin jetzt mittlerweile seit 25 Jahren im Unternehmen und seit zwei Jahren habe ich auch die zusätzliche Funktion des Nachhaltigkeitsbotschafters für den Bereich Automatisierungstechnik inne.

00:00:50: Sehr schön!

00:00:51: Wir wollen ja über Low Carbon heute sprechen Aluminiumprofile,

00:00:54: aber lass uns kurz am Anfang einmal einen Ausflug machen zu Aluminiumprofilen von Bosch Rexroth.

00:01:00: Was machen eurer Kunden

00:01:01: damit?

00:01:01: Ja gut, unser Aluminium-Baukassen ist frei flexibel dementsprechend einsetzbar in verschiedenen Portionen.

00:01:07: Wir sind in der Automatisierungstechnik, im Maschinenbau mit unseren Profilen kann man Gestelle, Regale, Arbeitsplatzsysteme aufbauen und alles was man entsprechend braucht für eine automatisierte Linie oder auch für manuelle Arbeitsplätze.

00:01:23: Und was versteht man jetzt unter Low Carbon Aluminumprofilen?

00:01:27: Ja, Low Carbon Aluminiumprofile

00:01:29: Darunter versteht man, dass das ein Aluminum ist,

00:01:32: dessen Herstellung einen geringen CO² hinterlässt im Vergleich zum Aluminums aus konventioneller Produktion oder Herstellungen.

00:01:39: Und unterscheiden die sich dann die Profile bei euren Kunden zueinander?

00:01:43: Nein, die unterscheiden sich nicht.

00:01:45: Der einzige Unterschied ist eigentlich der PCF-Wert, der Product Carbon Footprint des Produktes.

00:01:50: Rein technisch und qualitativ ist es das ein und das selbe Produkt.

00:01:54: Jetzt hat man dir dann gesagt: Okay, jetzt mach mal bitte Low Carbon.

00:01:57: Was bedeutet das Low Carbon bei Aluminiumprofilen?

00:02:01: Unser Low Carbon Aluminum versteht man Aluminum, dessen Herstellung einen deutlich geringeren CO²-Fußabdruck hinterlassen als Aluminium aus konventioneller Herstellung.

00:02:11: Warum ist es so wichtig?

00:02:13: Es ist aktuell so wichtig, weil durch das Europäische Parlament dementsprechende Regularien bezüglich der CO2-Reduzierungen definiert wurden, unter anderem die CO2-Besteuerung sowie Richtlinien zur unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichterstattung.

00:02:31: Und das zwingt die Unternehmen zu mehr Transparenz und nachhaltigem

00:02:35: Handeln.

00:02:41: Und worin unterscheiden sich jetzt die Profile von sagen wir mal herkömmliche Lösungen.

00:02:42: Die Profile an sich unterscheiden sich eigentlich nur durch den Product Carbon Footprint, sprich durch den CO²-Emissionswert.

00:02:50: Rein technisch unterscheidet sich die Profile voneinander gar nicht,

00:02:54: auf technischer Seite sind sie eins zu eins vergleichbar.

00:02:56: Es ist, wie gesagt, nur der CO² Fußabdruck.

00:02:59: Und kann man das bemessen diesen CO²-Fußabdruck?

00:03:01: Den kann man angeben,

00:03:02: dann kann man berechnen, und das bieten wir auch unseren Kunden an, den CO² für sämtliche Profilquerschnitte als auch für alle weiteren Produkte, die wir im Produktportfolio haben.

00:03:13: Gibt es einen Rechner

00:03:14: oder wie funktioniert das Online-Rechner?

00:03:15: Oder wie macht ihr das?

00:03:17: Nein!

00:03:17: Wir haben hier keinen Online-Rechner.

00:03:19: Wir haben eine Datenbank, die wir hierzu nutzen, und wir können dann auf Kundenanfrage dementsprechend in der Datenbank den jeweiligen CO²-Wert des jeweilige Produktes dementsprechend anbieten.

00:03:30: Erklär mir doch mal bitte, wie hat das begonnen,

00:03:34: dass man sich darüber Gedanken gemacht hat, und was bedeutet das eigentlich für den Herstellungsprozess von diesen neuen Profilen?

00:03:41: Was verändert sich denn da?

00:03:43: Also im Herstellungsprozess.

00:03:44: Es gibt zwei Möglichkeiten, die ich den CO²-Wert dementsprechen beeinflussen kann im Herstellungsprozess.

00:03:49: Der ist einmal durch den Einsatz erneuerbarer Energien, also durch Windkraft, Solar oder auch Wasserkraft.

00:03:56: Das ist ein Aspekt, dadurch kann ich schon den CO²-Wert deutlich reduzieren.

00:03:59: Der zweite Aspekt oder der zweite Teil ist, dass sich das Rezyklat, den Rezyklatanteil im Rohaluminium dementsprechend erhöhe und dadurch kann man einen weiteren Mehrwert in Richtung CO²-Reduzierung erzielen.

00:04:14: Und geht ihr diese beiden Wege?

00:04:16: Nein!

00:04:16: Wir haben tatsächlich eine Zwei-Phasenstrategie dementsprechend eingeschlagen,

00:04:21: d.h.,

00:04:21: wir haben jetzt den ersten Step 

00:04:23: Unsere Lieferkette ist so aufgestellt, dass sichergestellt ist, dass wir rein mit erneuerbaren Energien unser Aluminium herstellen lassen.

00:04:30: Und dann im zweiten Step werden wir das Thema Erhöhung des Rezitglattanteils angehen um hier weiter auch zukünftig unsere CO²-Werte für unser Aluminumprofil zu optimieren.

00:04:42: Technisch gesprochen.

00:04:43: Wie schwierig ist es mit dem Rezyklat?

00:04:45: Wir hören das ja auch immer aus der Kunststoffindustrie, da wird das Thema Rezyklat ja schon seit Jahren eingesetzt.

00:04:51: Macht es dort Unterschiede, ja oder nein?

00:04:52: Oder was ist eure Erfahrung?

00:04:54: Es macht absolut gar keine Unterschiede.

00:04:56: Es wird zum Teil auch schon heute Rezyklat dementsprechend bei in Anführungszeichen Primäraluminium eingesetzt und es ist immer ein gewisser Anteil auch im Primäraluminum von Rezyklaten enthalten.

00:05:09: Also ganz normaler Standardprozess in der jeweiligen Industrie.

00:05:14: Wie verändert sich durch?

00:05:16: Euer Angebot, dass die Kaufentscheidung, das Kaufverhalten bei euren Kunden, sehen die das Thema?

00:05:22: Nehmen sie das wahr und sehen, ah interessant,

00:05:24: Wir müssen jetzt auch was tun?

00:05:26: Also die Kunden nehmen

00:05:27: das Thema wars Wir bekommen immer mehr Nachfragen bezüglich Nachhaltigkeit oder nachhaltiger Produkte, aber es gibt noch keine dementsprechende gesetzliche Regulierung für den Industriebereich im Vergleich zu öffentlichen Ausschreibungen von Gebäuden.

00:05:41: Das ist diese Erwartungshaltung bezüglich

00:05:43: CO²-Einsparungen deutlich höher wie im Industriesektor.

00:05:47: Ihr seid auch der First Mover?

00:05:48: Ja, wir sind First Movers.

00:05:50: Das war auch eine Motivation von uns hier frühzeitig an den Markt zu gehen mit unseren Lösungen, um unsere Kunden zu unterstützen, ihre CO²-Bilanz zu optimieren und zu verbessern/anzupassen.

00:06:03: Was ist das Kundenfeedback, mit denen du sprichst, wenn sie hören, wir haben jetzt auch eine Low Carbon Linie sozusagen.

00:06:11: Das Kundenfeedback ist sehr positiv.

00:06:14: Zum einen werden wir als nachhaltiger Partner wahrgenommen, auch als Experten wahrgenommen in diesem Bereich und haben unser Aluminiumprogramm komplett auf Low Carbon umgestellt.

00:06:27: Es gibt keine Doppelstrategie.

00:06:30: Genau, wir fahren keine Doppelstarategie an der Stelle.

00:06:32: Wir bieten unser Low Carbon Aluminum zu selben Kosten an wie unser Standardaluminium

00:06:38: damals.

00:06:39: Und das ist natürlich ein zusätzlicher Add-on für unsere Kunden und sie können quasi diesen Mehrwert, das CO²-geringere Aluminium natürlich dann auch in ihre Verhandlungen mit ihren Kunden dann entsprechend mit einbringen und das führt dann durchaus zu einer positiven Entscheidung für Bosch Rexroth.

00:06:55: Du hast ja am Anfang diese Tabellen angesprochen, die Zahlen angesprochen.

00:06:58: Gibt es beim Kunden auch den Bedarf und sagt, "Ja, liefert uns diese Zahlen.

00:07:01: Wir müssen auch reporten.

00:07:03: Super, dass ihr das tut," oder was was nimmst du dabei im Markt?

00:07:06: Noch sind die Anfragen auf einem geringen Niveau, aber die Anfrage kommen.

00:07:11: Die kommen definitiv.

00:07:12: Es ist ja auch durch das EU-Parliament dementsprechend so über die Regularien definiert, dass es auch in Zukunft mehr gefordert wird und dass die Formen auch zunehmend in diesem Bereich tätig werden müssen.

00:07:25: Und daher wird das auch in den Zukunft ein wichtiger Aspekt sein hier die Transparenz zu bieten und das ist natürlich ein USP, wo wir uns auf den Markt abheben können von unseren Wettbewerbern.

00:07:37: Und hat ja auch was mit Souveränität und sicheren Wertschöpfungsketten zu tun

00:07:40: am Ende. Also wenn ich erneuerbare Energien habe und Aluminiumprofile aus erneuerner Energien dann habe ich ein Wertschöffungsthema auch Wertschaffungskettenthema.

00:07:48: Genau

00:07:49: Was steht auf euer Agenda?

00:07:50: Was steht für den nächsten Monat auf eurer Agenda.

00:07:53: Wie

00:07:53: schon gesagt, wir möchten quasi den CO²-Wert von unseren Aluminiumprofilen weiterhin optimieren und reduzieren.

00:08:00: Und natürlich schauen wir uns auch andere Materialfelder an, die wir einsetzen, um hier zu prüfen, welche Potenziale haben wir hier... Was

00:08:07: schreibt euch davor?

00:08:08: Darfst du ein bisschen was verraten?

00:08:09: Ja da kann ich durchaus etwas voran.

00:08:11: Das geht für unsere Kunststoffe oder auch für Aluminiumdruckguss.

00:08:17: Auch hier sehen wir durchaus Potenzial, hier täglich zu werden, um unsere Produkte noch CO²-optimierter anzubieten.

00:08:25: Was macht man?

00:08:26: Wie kann man das tun?

00:08:27: Was habt ihr da für Planung?

00:08:28: Also jetzt speziell bei Aluminium-Druckgüsse.

00:08:31: Da geht es natürlich um Legierungen, wir müssen mit unseren Lieferanten sprechen, welche Legierenden hier eingesetzt werden und wie hoch der Rezyklatanteil der jeweiligen Legierung ist. Und wir müssen dann dementsprechend mit den Lieferanten Voreinbarungen treffen, dass das auch auf Dauer sichergestellt werden muss.

00:08:48: Wir drücken euch die Daumen dafür, Marco.

00:08:51: Vielen herzlichen Dank für den Einblick in ein superspannes Thema Low Carbon Aluminiumprofile.

00:08:54: Alles Gute euch!

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